Startpunkt: Schwägalp Bushaltestelle
Ziel: Appenzell Zentrum
Dauer: 4,5 Stunden Gehzeit
Leichtere Variante: mit der Seilbahn von Jakobsbad auf Kronberg
Aufstieg: 464 m
Abstieg: 1027 m (Wanderstöcke empfohlen! Der Abstieg geht in die Knie)
Startpunkt schöne Schwägalp

Ich habe diese Wanderung am 16. Oktober 2016 gemacht.

Blick auf den Säntis vom Startpunkt aus

Angereist bin ich mit den Appenzeller Bahnen von Herisau bis Haltestelle Urnäsch. Es war ein schöner aber kalter Herbsttag und viele Wanderer wollten offensichtlich noch einmal das schöne Wetter nutzen. Vom Bahnhof Urnäsch nahm ich den Bus nr. 791 nach Schwägalp (ca. 20 Minuten Fahrtzeit) und stieg an der Haltestelle der Säntis Schwebebahn aus. Der Säntis erhebt sich imposant vor einem ab und die ganze Umgebung in Schwägalp ist sehr beeindruckend – ein schöner Ausgangspunkt für die Tour.

Über Chammhalder Hütte zum Kronberg

Man beginnt die Tour indem man noch in Richtung Parkplatz weitergeht. Dort führt ein Pfad nach rechts unten in Richtung Chammhalde vorbei an Sennenhütten, den schroffen Säntis zur rechten. Nach ca. 20 Minuten erreicht man die Chammhalder Hütte – für einen Stopp ist es fast schon etwas zu früh, man folgt dem Pfad, der an der Hütte vorbei wieder hinab führt. Die Wegweiser zeigen ab hier den Kronberg an. Man hat schon erste schöne Aussichten in Richtung Appenzell und folgt dem Waldweg über Wurzeln eine Weile nach unten bis er über einen Hügel exponiert hinauf zum Kronberg führt.

Nach ca. 1,5 Stunden hatte ich den Kronberg erreicht, auf dem sich viele Sonntagstouristen und Familien tummelten, die den bequemen Weg mit der Gondel von Jakobsbad gewählt hatten. Man konnte den Paragleitern beim waghalsigen Start zuschauen.

Wer will kann hier im Restaurant einkehren oder wie ich seinen Wandersnack auf einer der vielen Bänke mit toller Aussicht geniessen. Am Tag meiner Wanderung sah man in der Ferne die Wolkendecke. Weiter ging es nun entlang dem Höhenwanderweg bis nach Appenzell. Ein Stück lang merkte man gut, dass der Weg bei Familien sehr beliebt ist, weil er hier relativ einfach begehbar und nicht anstrengend ist. Jedoch wer bis Appenzell gehen will, der braucht dann noch etwas mehr Kondition.

Bis nach Appenzell sind es dann noch ca. 2 Stunden. Man hat noch zweimal Gelegenheit auf dieser Strecke einzukehren – beim Gasthaus Scheidegg und beim Gasthaus Freudenberg. Ich hatte mir bei Ankunft in Appenzell in einer der vielen guten Konditoreien etwas Süsses gegönnt. Wenn man in Appenzell angekommen ist sollte man sich noch Zeit nehmen um die schöne Architektur anzuschauen und etwas zu Bummeln. Immer wenn ich im Appenzell unterwegs bin habe ich das Gefühl, dass hier die Welt noch in Ordnung ist. Die Wiesenlandschaften mit den Kühen und den schönen Appenzeller Häusern schreit förmlich «Idylle pur».

Mein Tipp:
Meine Lieblingskonditorei in Appenzell ist die Café-Confiserie Laimbacher in der Weissbadstrasse 3.
Ein weiterer Favorit ist die Konditorei im Café-Hotel Appenzell.

Die Heimfahrt ging wieder mit den Appenzeller Bahnen zurück nach Herisau.