Ausgangspunkt und Ende: Brunni Luftseilbahn
Dauer: 4,5 Stunden (40 Minuten bis Holzegg, dann 1,5 Stunden von Holzegg bis Gr. Mythen)
Man könnte auch von Schwyz aus gehen jedoch ist dort der zurückzulegende Höhenunterschied viel grösser.

Ich war mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist: mit der Südostbahn bis Einsiedeln und von dort mit der Buslinie 554 bis zur Talstation der Luftseilbahn.

Diese Wanderung habe ich am 30. Juli 2017 gemacht.

Kleine Wanderung zum Grossen Mythen

Die Wanderung startet direkt bei der letzten Bushaltestelle der Linie 554, der Talstation der Holzeggbahn (Parkplätze vorhanden). Man kann die Luftseilbahn bis Holzegg nehmen und sich damit 40 Minuten Aufstiegszeit ersparen. Da ich kein Fan von bequemen Abkürzungen dieser Art bin, nahm ich den Weg, der direkt an der Bushaltestelle hinauf führt. Zuerst ging es noch ein Stück auf einer geteerten Strasse entlang, die dann in einen Feldweg weiterführte und dann letztendlich in einen Bergwanderweg Richtung Holzegg überging. Der Wanderweg führte zeitweise durch einen schattigen Wald leicht aufwärts bis zur Bergstation der Luftseilbahnen.

Von dort hat man schon eine schöne Aussicht über das Tal und auf den zu erklimmenden Grossen Mythen. Kurz danach beginnen die Serpentinen, die sich nun steil aufwärts schlängeln. Für diese Strecke, den legendären Mythenweg, ist eindeutig gutes Schuhwerk notwendig. Bei nassem Wetter möchte ich auf dieser Strecke nicht unterwegs sein, man verbringt viel Zeit auf felsigem Untergrund. Die Wanderung ist nicht geeignet für Konditionsschwache oder Anfänger. Auch wenn man in relativ kurzer Zeit den Gipfel erklimmt, so ist gute Kondition und Trittsicherheit notwendig. Wer selten in den Bergen unterwegs ist könnte auch etwas Probleme mit der steil abfallenden Strecke haben (ich bin an sich nicht schwindelfrei, aber ich hatte das Gefühl, dass der Weg sehr gut gesichert ist).

Am Tag meiner Wanderung überholte mich ein älterer Herr und aus einer kurzen Konversation, die er mit einem anderen Wanderer hatte, entnahm ich, dass er an dem Tag schon zum dritten Mal die Strecke machte. Beim Wandern erlebe ich immer wieder Beispiele dieser Art, der Kondition sind anscheinend keine Grenzen gesetzt wenn man sich etwas regelmässig verschreibt.

Grüezi, grüezi wohl, grüezi mitenand

Die Schweizer sind nette und höfliche Leute und wenn man wandern geht, dann wird gegrüsst. Da auf dieser Strecke viele Leute unterwegs waren fielen auch dementsprechend viele «Grüezi», «Grüezi wohl» und «Grüezi mitenand» 😊

Am Ziel angekommen kann man sich auf der Schutzhütte am Gipfel stärken oder seine mitgebrachte Jause geniessen. Der Ausblick raubt einem den Atem – man sieht den Vierwaldstättersee, den Zürichsee und Gipfel wie den Pilatus. Diese Wanderung gehört zu den schönsten, die man in der Schweiz machen kann (und soll). Abwärts geht es über den gleichen Weg wieder bis nach Brunni.

Über den Köpfen der Wanderer fliegen Kleinflugzeuge und Hubschrauber hinweg, die Vogelperspektive auf den Grossen Mythen muss wohl atemberaubend sein.

Bergweg – betreten auf eigene Gefahr

Bei Schlechtwettereinbruch ist man auf dieser Strecke stark exponiert, deshalb finde ich sie bei Regen gefährlich (lieber früher umkehren, sollte sich das Wetter unerwartet zum Schlechten wenden). Ein Nachteil ist sicherlich auch, dass man bei schönem Wetter den Aufstieg in der prallen Sonne macht. Sonnenschutz und -hut nicht vergessen! Ebenso werden deine Knie es dir danken, wenn du Wanderstöcke verwendest.